Keine Angst vor dem Zahnarzt

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by Ulli
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Keine Angst vor dem Zahnarzt

by Ulli

Inhaltsverzeichnis

  • 05 - Vorwort
  • 08 - Was ist die Ursache?
  • 09 - Weitere Ursachen
  • 09 - Phobie kann auch später entstehen
  • 10 - Die Fehler der Vergangenheit
  • 11 - Ein ganz typischer Fall
  • 12 - Phobie rechtzeitig erkennen
  • 12 - Wie macht sich eine Zahnarzt-Angst bemerkbar?
  • 14 - Das Worst Case Szenario
  • 16 - Wer bezahlt die Behandlung von Dentalphobie?
  • 17 - Wirtschaftsfaktor Zahnbehandlungs-Angst
  • 18 - Wer ist ängstlicher – Frauen oder Männer?
  • 19 - Was hilft gegen Dentalphobie? Der Arzt selbst
  • 21 - Seine Methoden
  • 25 - Moderne Anästhesie
  • 27 - Die positive Wirkung von Musik
  • 27 - Bringen Sie Ihre Schlager gleich mit!
  • 28 - Konfrontieren Sie sich mit der Angst
  • 30 - Stressimpfungstraining – was ist das?
  • 31 - Autosuggestion – kann man das essen?
  • 32 - Kann Psychotherapie wirken?
  • 34 - Hypnose – mindert das Schmerzen?
  • 35 - Was hilft am besten?
  • 37 - Akkupunktur gegen Angst?
  • 38 - Entspannung ist besonders wichtig
  • 40 - Homöopathie? - Zur Not!
  • 41 - Der Patient selbst kann etwas tun
  • 43 - Schlusswort




Vorwort
Fast jeder geht zumindest mit einem mulmigen Gefühl zum Zahnarzt.
Die Leichtigkeit der Werbung „Mami, er hat überhaupt nicht gebohrt!“
hat heute kaum noch jemand. Mal ganz ehrlich: Sie als Patient fühlen
sich doch auf dem Behandlungsstuhl schlicht ausgeliefert. 


Allein schon der für Zahnarztpraxen typisch durchdringende Geruch
hält Sie davon ab, die Praxis gerne zu betreten. Manche springen gar
beim Geräusch der Bohrer vom Sessel. Selbst wer es aushält, dem
steht der Schweiß auf der Stirn und der sitzt völlig verkrampft auf dem
Behandlungsstuhl. 


Traurige Bilanz: Etwa zehn Prozent fürchten sich so sehr vor dem
Zahnarzt, dass sie erst gar nicht hingehen, auch wenn sie Schmerzen
haben. Das hat meistens erhebliche Folgen für die Gesundheit: Karies,
faulende Zähne, Zahnausfall. Dabei könnten die Zähne bei rechtzeitiger Behandlung gerettet werden. Man fasst all diese Zahnarzt-Ängste unter dem medizinischen Fachbegriff „Dentalphobie“ zusammen. Sie hat eine extreme Bandbreite von leichter Angst bis hin zur totalen
Verweigerung. Dentalphobie ist die panische, krankhafte Angst vor dem Zahnarzt (nicht zu verwechseln mit der ganz normalen und
nachvollziehbaren Angst vor einem Zahnarzt als gesunder, natürlicher
Reflex), und sie ist eine ernst zu nehmende Krankheit. 


Die Übergänge zwischen einer krankhaften und nicht-krankhaften
Dentalphobie können dabei auch fließend sein, was es für die ärztliche Diagnose nicht gerade einfacher macht. Irgendwie sind wir alle
zumindest ein bisschen betroffen. 

Die gute Nachricht: Dentalphobie (oder auch: Zahn-
Behandlungsphobie oder Odontophobie) lässt sich erfolgreich
behandeln. Und es gibt einige Tricks der Zahnärzte, sie abzufedern.
Der Besuch in der Praxis kann heutzutage sogar zu einem Event
werden. Die Zahnarzt-Phobie ist übrigens eine von der
Weltgesundheits-Organisation (WHO) anerkannte Krankheit.


Natürlich ist das einfach gesagt. Stellen wir uns doch nur einmal eine
andere Situation sehr praktisch vor: Eine junge Frau bekommt ihr Baby
mit Kaiserschnitt. In der Regel erfolgt das unter einer
Periduralanästhesie (PDA), der so genannten Geburt ohne Schmerz. Mit einer Injektion ins Rückenmark wird der Körper vom Bauchnabel
abwärts schmerz- und empfindungsfrei, während der Patient insgesamt wach bleibt. Heutzutage bringt man ihn dazu noch teils in einen
Dämmerzustand mit Schlafmitteln. Aber in der Regle bekommt die
werdende Mutter alles mit: Den Schnitt mit dem Skalpell, die
Geräusche, das Zupfen und Zurren – nicht als Schmerz, wohl aber als
etwas, was da gerade passiert. Genauso ist es beim Zahnarzt. 


Der einzige Schmerz ist heutzutage nur noch der Stich der
Betäubungsspritze. Und auch dieser Schmerz wird durch sehr feine
Nädelchen minimiert. Aber was danach folgt, sind die ohren-
betäubenden Geräusche des Bohrers – oder, wenn ein Zahn gezogen
wird, das Ziehen mit der Zange am Zahn. Das bekommt der Patient
natürlich mit und lässt in ihm eine starke Aversion entstehen. Selbst
wenn die Zähne nur bei einer professionellen Zahnreinigung mit der
Bürste gescheuert werden, ist das schon unangenehm. Und jeder kennt es doch: Der Zahnarzt pustet mit seinem Hochdruckgerät kalte Luft
durch die Zähne. Sie zucken zusammen, weil es den empfindlichen
Nerv getroffen hat. Wenn wir nicht müssen, meiden wir doch wo es 
geht den Dentisten. Doch einmal im Jahr muss jeder zur Vorsorge, um
sein Bonusheft auf Vordermann zu halten. Denn andernfalls zahlen die
Kassen im Falle einer wirklich notwendigen Behandlung zwanzig
Prozent weniger. Jeder muss deshalb zur jährlichen zahnärztlichen
Vorsorge. Da führt kein Weg dran vorbei. Also kennen wir eigentlich
alle das Dilemma beim Zahnarzt. Gerne gehen Sie doch da wirklich
nicht hin, seien wir doch mal ehrlich.


Umso wichtiger ist es deshalb, Strategien zu entwickeln, den
Zahnarztbesuch angenehmer zu gestalten und mit weniger negativem
Empfinden zu verbinden. Insofern kann dieses eBook nicht nur eine
Hilfe für die echten Dental-Phobiker sein, sondern auch jedem
Menschen bei seinem nächsten Praxisbesuch unterstützen.

Ende der Leseprobe

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